Mehr Geschwindigkeitskontrollen = mehr Sicherheit

Darum geht die Debatte


Es ärgert mich, wenn auf der Autobahn ein tiefergelegter BMW mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an mir vorbeizieht. Weil es gefährlich ist. Und trotzdem schwillt der halben Schweiz der Kamm, wenn mehr (Radar-)Kontrolle gefordert wird. "Staatliche Abzocke" und "Eingriff in die persönliche Freiheit" sind noch charmantere Reaktionen.

Wenn der Staat Bussen für zu schnelles Fahren ausspricht, ist das jedoch kein Raubrittertum, sondern ein polizeilicher Akt zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit. Ich sehe deshalb keinen vernünftigen Grund, weshalb an gefährlichen Stellen, auf Autobahnen und kritischen Landstrassen nicht mehr fixe Kontrollpunkte eingerichtet werden sollten. Wer mit 160 km/h geblitzt wird, hat es nicht besser verdient. Eine breit angelegte Überwachung würde mehr Sicherheit für alle garantieren. Alles andere bedeutet eine Kapitulation des Rechtsstaates vor dem Stammtisch.

Debatte http://radarkontrollen.politnetz.ch
Geschrieben 30. Juli 16:43, Michael Jäger
Alle Beiträge
Beitrag schreiben
0
Als Pirat habe ich grosse Bedenken, dass immer mehr kontrolliert und überwacht wird; um das zu verhindern bin ich schliesslich Pirat geworden.

Sinnvoll ist es, ausschliesslich zum Zweck der Verkehrssicherheit ganz gezielte mobile Kontrollen an neuralgischen Stellen durchzuführen. Ein Polizeiwagen kann auf der Autobahn auch einen Raser über längere Zeit beobachten und so gezielt gegen gefährliche Fahrer vorgehen.

Einfach nur mehr und flächendeckendere Überwachung zu fordern, ist nicht sinnvoll und führt noch mehr zu einem Überwachungsstaat. Es ist bedenklich, was heute bereits alles überwacht wird, von Nacktscannern über hochauflösenden Videokameras mit Gesichts- oder Autonummernschilderkennung bis hin zum E-Mailverkehr und den Internetverbindungsdaten. Hinzu kommt ein Staatsschutz, der 200.000 Schweizer, selbst vom Volk gewählte Politiker, als «gefährlich» einstuft und fichiert; das nur kurze Zeit nach der letzten grossen Fichenaffäre! Hier muss wieder massiv zurückgeschraubt werden.

Das gewünschte Ziel kann mit einfachen Massnahmen erreicht werden.

Gezielte, zeitlich und örtlich beschränkte Massnahmen zur Förderung der Verkehrssicherheit, «ja». Ein Ausbau der Kontrollen zu flächendeckender Überwachung, sogar mit Datenspeicherung Unschuldiger (wie bei Strecken- und Einfahrt-/Ausfahrtkontrollen oder Fahrtenschreibern/Blackbox): «nein»!
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

0
.... nicht noch mehr Radaranlagen. Denn: Besitzer von Smartphones können diese einfach umgehen. Die spezifischen Programme wissen wo sich die Anlagen befinden und geben dem "Raser" rechtzeitig Auskunft darüber, wann der nächste kommt. Raser können dann einfach vom Gas runter und später wieder blochen.

Deshalb ist es sinnvoll vermehrt auf die Autobahnpolizei zu bauen und desöftern auf diese Weise Kontrolle zu machen. Das bringt erstens Arbeitsplätze und ist zweitens effizient.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

3
Anstatt nach mehr Überwachung zu rufen, wäre es klüger, diejenigen härter anzufassen, die bei massiven Verstössen gegen die Verkehrssicherheit erwischt werden.

Bagatellen sollen weiterhin Bagatellen bleiben.

Aber bei massiven Geschwindigkeitsübertretungen, insbesondere im Wiederholungsfall soll der Ausweis schneller entzogen und länger einbehalten werden. Es soll auch möglich sein, bei Fahrern, die andere Verkehrsteilnehmer massiv gefährden, den Führerschein endgültig einzuziehen. Die Betroffenen hätten dann nur noch die Möglichkeit, nach einer (langen) Sperrfrist und psychiatrischen Abklärungen, den Führerschein nochmals von vorne zu machen, beginnend beim Nothelferkurs.

Auch die Beschlagnahmung des Wagens ist eine Option (sofern der Fahrer der Besitzer ist).

So etwas wäre wahrscheinlich eine nachhaltige Lehre; und sie könnte weitere Raser abschrecken.

Wer mit aus obigen Gründen entzogenem Führerschein erwischt wird, müsste dann auch mit sehr empfindlichen Strafen rechnen, sehr hohen Bussen, bis hin zu Gefängnisstrafen und Beschlagnahmung des Fahrzeugs.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

3
In Deutschland darf (und will) ich weit mehr als 120 km/h fahren. Das kann ich mit einem abgeriegelten Auto nicht.

Ausserdem behebt das nur den Kleinsten Teil des Problems: Nach wie vor kann man mit 120 km/h durch die bewohnte 30 km/h Zone im Quartier fahren.

Nur ein Teil der schlimmen Raserunfälle passieren auf der Autobahn. Die grösste Gefahr ist dort, wo Velos fahren, Kinder spielen und andere Verkehrsteilnehmer entgegenkommen und kreuzen.

Das Tempo abzuriegeln, wie es in dieser Diskussion vorgeschlagen wurde, ist eine ungeeignete Massnahme und ein zu massiver Eingriff.
1 Kommentar
Verstoss melden
Könnte das nicht besser ausdrücken bin voll deiner Meinung
Anthony Stroppel 23. August 2010 Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

1
Warum kompliziert und mit Stasi-Überwachung, wenn eine ganz einfache Massnahme ausreicht?

Der beste Weg, einen Raser zu stoppen ist noch immer eine schöne mit Bäumen gesäumte Allee. Der grosse Vorteil davon ist, dass der Raser eher sich in einem Selbstunfall umbringt, als noch andere mit in den Tod zu ziehen. Einige Kurven könnten die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen evolutionären Selektion noch erhöhen.

Lassen wir einfach die Natur wirken. Das braucht weder Kontrollen noch massive staatliche Eingriffe, und mit Bäumen gesäumte Strassen sind ohnehin viel schöner.
10 Kommentare
Verstoss melden
Genau. Weil ja eh jeder selber schuld ist, der einen Unfall hat. Bringt doch nix, komplizierte Regelungen und Bussen zu erfinden; soll doch Gott entscheiden, wen er tödlich in einen Baum knallen lassen will. Und damit das etwas öfter vorkommt, pflanzen wir den gleich dort hin.
Wie wärs, wenn wir bei Waffen auch ne Kugel hinten raus einbauen? Wer abdrückt, ist eh ein Mörder, geschieht ihm nur recht, wenn er dabei selber umkommt.
Und da es leider nicht überall Platz für Bäume hat, könnte man die Strassen doch künstlich vereisen! Ja! Wer vorsichtig fährt hat ja nichts zu befürchten, und wer zu schnell fährt können wir eigentlich auch umbringen. Wär ja nicht fair, wenn er nur weils dort keine Kurve hatte er überleben würde. Wir wollen schliesslich Leute, die zu schnell Auto fahren allesamt ausrotten! Und dann bleiben wir als Übermenschen zurück (da wir nie zu schnell fahren), und regieren die Welt! Buwahahaa!

Sag mal, Herr Wäckerlin, ist das dein Ernst?
Thomas Müller 23. August 2010 Verstoss melden
He he he, der Vorschlag mit den Waffen gefällt mir als überzeugter Pazifist ausserordentlich.

Ne, mein Vorschlag hat trotz aller Ironie schon 'was für sich: Baumgesäumte Alleen sind schön. Wenn sie gleichzeitig noch Raser stoppen, ist das ein netter Nebeneffekt.

Immerhin ist es Sache des Autofahrers, sein Auto sicher zu führen, und im Zweifelsfall soll ein Raser lieber sich selbst umbringen, als andere, wenn er es schon darauf anlegt. Bäume an der Strasse und Kurven sind an sich vollkommen ungefährlich, solange sich Autofahrer vernünftig verhalten.

Rechne mal:

1. Ein Raser rast in ein anderes Auto, oder ein Kind auf dem Velo, oder eine schwangere Frau an der Bushaltestelle (alles schon vorgekommen). In jedem Fall stirbt der Raser *und* weitere Personen.

2. Die Strasse ist eine kurvige Allee; (a) der Raser passt seine Geschwindigkeit an, wagt es nicht zu rasen. Alle überleben. (b) Oder der Raser rast trotzdem, landet an einem Baum und stirbt als einziger.

Ich bevorzuge 2a, dann 2b
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 23. August 2010 Verstoss melden
Ich finde Bäume auch schön, aber dieser Vorschlag ist nur noch lächerlich.

Was Sie hier einführen wollen ist nichts anderes als die Todesstrafe bei Geschwindigkeitsübertretungen.

Und: Glauben Sie allen Ernstes, dass Unfälle nur selbstverschuldet vorkommen?
Dark Chocolate 24. August 2010 Verstoss melden
Dark: Eben nicht nur selbstverschuldet; Diejenigen, die an einem Baum enden jedoch schon.

Nein, eine Todesstrafe ist das nicht, denn man kann und soll sich dem Risiko ja anpassen. Wenn schon Beihilfe zum Suizid.

Primäres Ziel ist aber eine angepasste Geschwiendigkeit zu erreichen, siehe 2a. Die Selbsttötung in Fall 2b ziehe ich Fall 1 immer noch vor, weil so wenigstens Unschuldige geschont werden, aber das Ziel ist es, Fall 2a zu erreichen.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 24. August 2010 Verstoss melden
Ich gebs auf.
Fakt ist: Man hat nicht nur selbsterschuldet einen Unfall. Man kommt nicht nur selbstverschuldet von der Strasse ab. Man würde nicht nur selbstverschuldet sterben. Und das wollen sie fördern?
Sie wollen Bäume pflanzen um Leute zu ermorden. Wer zu schnell fährt, soll der "evolutionären Selektion" nicht im Weg stehen, also einen möglichst tödlichen Unfall haben. Was ist eigentlich, wenn der Raser so einen Unfall überlebt? Wär das nicht unfair? Man müsste ihn wohl nachträglich umbringen, das scheint schliesslich die richtige Bestrafung für zu schnelles Fahren zu sein.
Und wir wollen Autos ja nicht bei 120 abriegeln, das würde ja Verkehrssünder behindern! In Deutschland nicht mehr schnell fahren können ist viel schlimmer als die paar Menschenleben! Wenn schon, sprengen wir sie bei Tempo-Überschreitungen gleich in die Luft! Ein Problem weniger, der Raser kann niemanden mehr überfahren.
Sorry, deinen Vorschlag ernsthaft zu diskutieren scheint mir nicht möglich zu sein.
Thomas Müller 25. August 2010 Verstoss melden
Abgesehen von einer Herzattacke am Steuer, einem epileptischen Anfall oder einem technischen Defekt, was alles sehr bedauerlich ist, aber jederzeit und überall zu einem schnellen Tod führen kann, kommt man nicht unverschuldet von der Strasse ab.

Das wird Dir bei Deinem nächsten Unfall auch die Polizei bestätigen: «Nichtanpassen der Geschwindigkeit» oder «Nichtbeherrschen des Fahrzeugs» wird im Strafbescheid stehen.

Ein gänzlich unverschuldeter Unfall ist äusserst selten. Bei einem verschuldeten Unfall ist es besser, es wird ausser dem Unfallverursacher kein Unschuldiger auch noch hinein gezogen. Je kleiner die Zahl der Opfer, desto besser, oder bist Du da anderer Meinung?

Aber ein selbstverschuldeter Unfall lässt sich durch angepasste Fahrweise sehr leicht vermeiden.

Eine kurvenreiche und baumgesäumte Allee muss keine Todesfalle sein. Und wenn sie das nicht ist, ist sie einfach nur noch schön. Und das sollte auch ihre primäre Funktion sein: Die Schönheit.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 26. August 2010 Verstoss melden
Weisst du, Alleen finde ich tatsächlich schön und erstrebenswert. Doch deine Argumentation nur lächerlich. Vielleicht sind Sie einfach nicht fähig, ihre Gedanken vernünftig aufzuschreiben, aber so wie momentan argumentieren, sagen Sie

1. Es ist gut, wenn Leute, die ihr Auto nicht unter Kontrolle haben, getötet werden.
2. Es spielt keine Rolle, wenn Leute, die nichts für ihren Unfall können, sterben.
3. Es ist besser, wenn jemand als Strafe für Unachtsamkeit im Auto umgebracht wird, als wenn man ihn beispielsweise lebenslang einsperren würde.
4. "eine Todesstrafe ist das nicht, denn man kann und soll sich dem Risiko ja anpassen. Wenn schon Beihilfe zum Suizid."

Die Liste geht ähnlich geistreich weiter. Mit allen Punkten bin ich nicht einverstanden. Leute, die im Auto telefonieren wollen sich nicht umbringen, vllt verstehen sogar Sie das. "denn man soll sich dem Risiko ja anpassen". Ja, dasselbe gilt fürs Falschparken. Sie argumentieren für Mord. Und da einigen wir uns wohl nie..
Thomas Müller vor 5 Tagen Verstoss melden
Thomas, Du hast's nicht verstanden, was ich mit einem Augenzwinkern sagen will:

1. Raser sollen lieber sich selbst gefährden, als andere.
2. Eben gerade nicht.
3./4. Einen Unfall bauen kann man immer, unabhängig von der Bepflanzung.

Ist ja auch egal, ich sehe schon, der Witz ist nicht rüber gekommen. Wie ernst ist mein Beitrag wohl gemeint?
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten vor 5 Tagen Verstoss melden
2. Leute, die unverschuldet einen Unfall hätten, würden dank dir mit grösserer Wahrscheinlichkeit sterben. WTF?

Sorry, der ganze Post scheint meine ironischen Kompetenzen zu übersteigen. Vielleicht machst du zu Beginn deutlich, dass du den Beitrag nicht ernst meintest statt erst ellenlang dafür zu "argumentieren", und dann kommen, es sei halt nicht ernst gemeint gewesen. Sorry, doch mit solchen Diskussionstaktiken sind Missverständnisse vorprogrammiert.
Thomas Müller vor 4 Tagen Verstoss melden
Es ist ja auch nur zu einem gewissen Prozentsatz ironisch gemeint. Den ernst gemeinten Anteil kann man aber auch auf verschiedene Arten auffassen:

- Es ist Unsinn, Strassen besonders sicher zu machen, nur dass Raser sicherer rasen können.

- Hindernisse und Gefahrenquellen können / sollten auch zu einer angemessenen Fahrweise führen und so Raser ausbremsen.

- Wenn Raser schon unbedingt Leben gefährden wollen, dann doch bitte nur das eigene.

- Baumgesämte Alleen sind schön.

:-)
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten vor 2 Tagen Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

2
Die Datensammelwut ist überall zu bekämpfen, denn wo Daten verfügbar sind, kommt früher oder später die Forderung, dass diese Daten auch für andere Zwecke genutzt werden dürfen (z.B. zur Strafverfolgung).

Um die Durchschnittsgeschwindigkeit zu erfassen, müssen auch solche Wagenlenker erfasst und zumindest temporär gespeichert werden, die anständig fahren. Ausserdem müssen diese Daten zum zweiten Kontrollpunkt übermittelt werden, mit allen Risiken bei der Übertragung.

Wer auf solche Daten Zugriff erlangt, sei dieser Zugriff nun legal oder missbräuchlich, der hat eine viel zu grosse Macht. Diese Daten dürfen niemals erfasst werden.

Der staatliche Kontrollwahn darf nicht ausgebaut werden, man muss ihn vielmehr zurückweisen und reduzieren.

Ausserdem reichen momentane Messungen. Zudem hat die Polizei auch heute schon die Möglichkeit, mit Zivilfahrzeugen durch Nachfahren die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Wagens zu messen und den Fahrer zu büssen. Nur tut sie das nicht mit Generalverdacht, die es die generelle Ermittlung einer Durchschnittsgeschwindigkeit tun würde, sondern gezielt auf Verdacht hin.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

1
Ein Big-Brother in meinem Auto, z.B. in Form einer Blackbox kommt überhaupt nicht infrage. So ein Gerät würde ich niemals akzeptieren, auch nicht wenn die Sabotage oder Demontage des Geräts illegal wäre. Es gibt Grenzen, deren Überschreitung ich niemals tolerieren werde. Eine Blackbox im Auto ist so eine Grenze.
3 Kommentare
Verstoss melden
Nicht alle Raser bleiben in einer Leitplanke oder an einem Baum hängen, manchmal bleiben sie auch an einem anderen Verkehrsteilnehmer hängen, dann möchte ich nicht "der andere Verkehrsteilnehmer" sein, Sie doch sicher auch nicht Herr Wäckerlin.Leider fahren zuviele Menschen mit einem Motorfahrzeug umher, die eigentlich die minimalsten Bedingungen für so ein Fahrzeug gar nicht besitzen. Umgekehrt: wenn der Fahrer schon gar keine Blackbox braucht, dann würden besser gesagt, einige Beamte der Prüfungsstellen eine Blackbox tragen müssen, damit ungeeignete Personen gar keinen Führerschein bekämen.
Michael Meienhofer - Parteilos 23. August 2010 Verstoss melden
Ich fürchte bei der Fahrprüfung verhalten sich die Raser noch vernünftig.

Man könnte ja auch einfach längere Fahrausweisentzüge verfügen, wenn jemand die Geschwindigkeit *massiv* überschreitet. Man könnte den Ausweis auch ganz entziehen, so dass der Betroffene nach einiger Zeit und psychiatrischer Abklärung die ganze Prüfung wiederholen muss.

Man sollte aber nicht generelle Überwachungsmassnahmen einführen.

Man sollte auch nicht leichte Übertretungen zu hart bestrafen.

Es ginge ausschliesslich darum, extreme oder notorische Raser früher und länger von der Strasse zu holen.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 23. August 2010 Verstoss melden
So, ich habe es ^ in ein neues Thema überführt, dann kann man dem auch zustimmen.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 23. August 2010 Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

3
Nicht die 5 Km/h-Zuschnellfahrer oder die 5 Minuten-Zuvielparkierer müssen härter angepackt werden, sonder die "Ich rase, weil ich ja eh nur ein bedingte Strafe oder gar keine bekomme Typen", müssen härter angefasst werden.

Die Blackbox hilft aber bei notorischen Rasern, sich seiner "Tat" bewusst zu werden.
Zudem bieten bereits Versicherungen ein gutes Modell an, bei dem durch vorsichtiges und rücksichtsvolles Fahren Versicherungsprämien gespart werden können.

Zudem müssen auch Strafen spürbar und schnell verhängt werden. Wenn man nach ein paar Monaten eine bedingte Strafe bekommt, ist die erzieherische Wirkung bereits verflogen.
Hier ist das Parlament auf dem richtigen Weg, indem es die bedingten Strafen in einigen Fällen abschafft oder auf einige wenige Ausnahmen beschränkt. Schade finde ich allerdings, dass nur der Druck der Öffentlichkeit und die Road-Cross-Initiative dem Parlament auf die Sprünge geholfen haben.

Auch die Prävention soll sich vergessen gehen.
Abschreckende Bilder von Raserunfällen sollen bereits im Verkehrskundeunterricht oder in Wiederholungskursen aufzeigen, welche Auswirkungen ein solches Verhalten haben kann.

Ich für Freiheiten, jedoch nur mit Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer.
1 Kommentar
Verstoss melden
Marcel, ich bin voll Deiner Meinung. Ich würde soweit gehen, dass ich die Autos von Rasern an Ort und Stelle verschrotten und den Füherschein an Ort und Stelle verschredern würde.
Raser sind eine Gefahr und gehörem dementsprechend bestraft.
Michael Estermann - JCVP 23. August 2010 Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

2
Fährt man auf Schweizer Strassen, so fallen einem nicht nur all jene auf, welche Gas und Bremse verwechseln. Viel gravierender sind all diejenigen, welche im Verkehr nicht achtsam genug sind und beispielsweise in Kreisverkehrs und bei Kreuzungen einfach drauflos fahren.

Unternimmt man in der Schweiz eine Motorradtour, so bin ich mir sicher, dass man minimum einmal in eine brenzlige Situation kommt, in welchen man von den Automobilisten einfach übersehen wird! Dies gilt jedoch nicht nur, wenn man mit dem Motorrad unterwegs ist. Auch mit dem Auto habe ich schon des öfteren die Erfahrung gemacht, dass viele andere Verkehrsteilnehmer nicht achtsam sind und nur noch eine Vollbremsung schlimmeres vermeiden konnte. Hier sollte meiner Meinung nach die Schraube ansetzen und die Verkehrserziehung in den Vordergrund gestellt werden. Der Verkehr wird nunmal immer dichter in der Schweiz und dies benötigt eine erhöhte Achtsakeit jedes Verkehrsteilnehmers! Ich bezweifle, dass mit vermehrten Geschwindigkeitskontrollen die Unfallzahlen drastisch sinken werden. Denn hierzu wäre eine flächendeckende und lückenlose Überwachung nötig, damit niemand mehr an irgend einer Stelle zu schnell fahren kann, was wiederum imense Kosten verursachen würde.

Als eine Möglichkeit würde ich erachten, dass man bei den Autos eine ähnliche Regelung einführt wie bei den Motorrädern, wo die Leistung bei Ablegen der Prüfung vor dem 25 Lebensjahr drastisch verringert wird (in meinem Fall ist dies weniger als die Hälfte der eigentlich zur Verfügung stehenden Leistung), damit sich Neulenker erst an das Handling und Verhalten des Fahrzeugs gewöhnen kann.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass es vermutlich nie möglich sein wird, Unfälle, so tragisch sie auch sind, zu vermeiden. Es sitzt immernoch ein Mensch hinter dem Steuer, welcher nicht davor gefeit ist, Fehler zu begehen. Von Massnahmen wie einer genereller Drosselung von Fahrzeugen wie sie hier auch schon vorgeschlagen wurde halte ich nichts. Sie entmündigt den Bürger, gibt ihm ein Gefühl der Bevormundung durch den Staat und würde vermutlich zur Verhinderung von Unfällen nicht viel beitragen.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

2
Heute ist es so, dass Städte, Dörfer oder Kantone fix mit gewissen Einnahmen von Bussengeldern rechnen können und dies auch budgetieren. Ist dies nicht ein falsches Anreizsystem? Die Blitzer werden dadurch dort aufgestellt, wo am meisten Geld zu holen ist. Viel sinnvoller wäre es doch, diese Bussengelder nicht den Städten, Dörfern oder Kantonen zu geben sondern zweckgebunden zu verwenden. Mein Vorschlag: Verkehrs- und Unfallprävention.
Kommentar schreiben...
Verstoss melden
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare schreiben zu können. Anmelden können Sie sich hier.

  Sie haben schon für diesen Beitrag gestimmt.