Schade startet das ASTRA nicht eine Kampagne für mehr rechtsfahren.
Was meinen Sie ?
Die Amerikaner haben eine ausgeglichenere Verkehrsdisziplin als wir. Ich denke nicht, dass rechts überholen in der Schweiz etwas bringt - ausser wilden Slalomfahrern und geringerer Verkehrssicherheit. Zudem ist die Zeitersparnis, auf Schweizer Strecken und Geschwindigkeiten hinunter gebrochen, minim und unproportional zu eingegangener Nervenbelastung und Risiko.Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 17. August 2010 Verstoss melden
Genau genommen darf man in den USA auch nicht rechts überholen, sondern nur vorfahren. D.h. wer von einer linken Fahrspur nach rechts wechselt, um im Anschluss an den Vorfahr-Vorgang wieder auf die linke Spur zurück zu wechseln, macht sich auch in den USA strafbar. Rechts vorfahren, ohne direkt anschliessenden Fahrspurwechsel nach links ist erlaubt.
Da die meisten Schweizer Autobahnen nur 2-spurig sind, funktioniert dieses System sowieso nicht - wie Sie korrekt sagen aufgrund des LKW-Verkehrs auf der rechten Spur. Folglich würde der gefürchtete Slalomeffekt eintreten und die Verkehrssicherheit für alle reduzieren.
Ich schliesse mich den Ausführungen von Thomas an.Severin Müller - SP-Fachkommission für soziale Sicherheit und Gesundheit Bern, SP 17. August 2010 Verstoss melden
Auf den Schweizer Autobahnen wird ohnehin schon genug gedrängelt. Wenn man dann noch rechts überholen dürfte wird dies zunehmen.
Man sollte sich vor allem mal bewusst werden, dass man kaum schneller ankommt, auch wenn man 150 auf der Autobahn fährt. Es gibt also de facto keinen Grund a) die Höchtgeschwindigkeit hochzusetzen, und b) das Rechtsüberholen zu gestatten.
Die Forderung ist zu unterstützen. Rechts überholen auf Autobahnen ist beileibe nicht so gefährlich, wie dies der Stammtisch immer wieder behauptet.Bruno Amacker - Gemeinderat Zürich, SVP 20. August 2010 Verstoss melden
Fakt ist vielmehr folgendes: Im Jahre 2009 haben sich auf Autobahnen im Kanton Zürich 1740 Verkehrsunfälle ereignet. Davon waren lediglich deren 3 wegen Rechts Überholen (Quelle: Verkehrsunfallstatistik des Kantons Zürich [VUSTA]).
Somit erweist sich die von (ohnehin nur selbsternannten) Verkehrssicherheits-/Unfallexperten und "Raserjägern" immer wieder aufgestellte Behauptung, wonach rechts überholen gefährlich sei, als faktenfreies Geschwätz ohne die geringste wissenschaftliche Basis.
Die Tatsache, dass sehr oft rechts überholt wird, dies aber (praktisch) nie zu Unfallen führt, bewiest, dass dieser Verkehrsvorgang nicht gefährlich ist.
Dies ganz im Gegensatz zu den Auffahrunfällen: Deren gab es ganze 671. Damit ist die Gefährlichkeit des mangelnden Abstandes und der mangelnden Aufmerksamkeit beim Hintereinanderfahren bewiesen.
@ Bruno AmackerSeverin Müller - SP-Fachkommission für soziale Sicherheit und Gesundheit Bern, SP 20. August 2010 Verstoss melden
Ich bezweifle dennoch den Nutzen. Der Zeitgewinn ist minimal.
Innerhalb der Geschwindigkeitslinmite rechts überholen soll erlaubt werden, rechts überholt werden soll streng gebüsst werden. Man soll die Linksfahrer büssen, nicht die Rechtsüberholer.Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 21. August 2010 Verstoss melden
Die meisten Linksfahrer fahren im Bereich der Höchstgeschwindigkeit. Wer möchte da noch überholen? leider sind es ganz viele, die ihre Termine verpassten oder zu spät aufgestanden sind. Ob dann das Rechtsüberholen auch Früchte trägt, ist zu bezweifeln. Allzuoft ist das Ego im Spiel. ich beherrsche die Situation, bis jetzt ist es immer gut gegangen. Rowdytum ? Nein, die Zulassungsbehörden arbeiten mit unzulänglichen Mitteln. Die Politiker geben ihnen ja diese in die Hand. Bei über 70 Jährigen hat man das Problem im Griff, oder genauer gesagt, nahezu. Bei allen anderen ab 18 Jahren scheinen die Faktoren Gesundheit und Psyche keine Rolle zu spielen. Man kann schon salopp sagen: denken beim Lenken, besser wäre : überdenken beim Vorschriften erstellen. Auch Verkehrsvorschriften werden regelmässig den Bedürfnissen angepasst, nur die, für die Lenker werden sind immer noch die Alten !Michael Meienhofer - Parteilos 23. August 2010 Verstoss melden
